Rheinische Post 11.11.1964

Kopf an Kopf im Schach
Kopf an Kopf im Schach

 

Kevelaerer Schachklub II - Kranenburger Schachklub I 2:6

 

KRANENBURG. Auch in diesem Jahre scheint es wieder zu einem Kopf-an-Kopfrennen der Schach-Bezirksmannschaften von Kevelaer 1 und Kranenburg 1 zu kommen. Beide gewannen ihre ersten Kämpfe eindeutig, und ihr Aufeinandertreffen in der dritten Runde könnte eine erste Vorentscheidung bedeuten, wenn man sich nicht wieder - wie im vergangenen Jahr in Kevelaer -- mit einem Remis begnügt.

Weeze, Kevelaer II und - vor allem - Pfalzdorf (!) sind bereits schwer angeschlagen und dürften für einen der vorderen Plätze kaum noch in Betracht kommen. Dagegen haben sich die Uedemer mit ihrem, überraschend hohen Sieg in Pfalzdorf eine gute Ausgangsstellung für die weiteren Kämpfe gesichert.

Kevelaers Reservisten hatten gegen die gut aufgelegten Grenzstädter nicht viel zu bestellen. Lediglich Simons -- Cloosters - und Theo Verheyen - gegen Franken - holten Pluspunkte für ihre Mannschaft heraus. Hugo Vehreschild, Heinz Hopman, Paus II, Wenten, Hunselar und Verwers waren für Kranenburg erfolgreich. Die Gäste gewannen also an den ersten sechs Brettern.

Die Kranenburger führen nunmehr mit einem Brettpunktverhältnis von 14:2 (!!) die Tabelle an. Sie stehen, da ja die beiden Erstplazierten in die nächsthöhere Klasse aufsteigen, bereits mit einem Bein in der neugegründeten Bezirksliga.

Rätselhaft ist der Leistungsabfall bei den Pfalzdorfer. „Türmern", Ein so katastrophales Brettpunktverhältnis (1½:14½!!) hat es bisher in der Bezirksklasse Nord noch nicht gegeben. Man kann nur hoffen, daß sich die sympathischen Pfälzer wieder fangen. Die Tatsache, daB es in diesem Jahre keinen Absteiger gibt, wäre nur ein schwacher Trost für die früher so kampfstarke Mannschaft.

 

Die Tabelle nach der zweiten Runde              

 

Brettpunkte

Meisterschaftspunkte

Kranenburg 1

14

2

Kevelaer 1

12½

2

Uedem 1

10½

Weeze I  

6

½

Kevelaer II

0

Pfalzdorf I

0

 

Schachklub Weeze Jgd. I - Kranenburg Jgd. I   1:5

Nach dem „Ausrutscher" gegen Hückelhoven in der ersten Runde haben die Kranenburger Junioren durch zwei beachtliche Siege von sich reden gemacht. In Krefeld wurde die haushoch favorisierte „Turm" - Mannschaft bezwungen, und danach glückte den Grenzstädtern in Weeze ein kaum für möglich gehaltener 5:1-Sieg.

Nun ist plötzlich wieder „alles drin". Nach Gewinnpunkten rangieren zwar Krefeld, Uedem und Weeze noch vor den Kranenburgern; aber dafür sind die Grenzstädter erst mit einem einzigen Verlustpunkt belastet. Sie können also noch aus eigner Kraft Meister der Bezirksklasse werden.

Kranenburgs talentierter Jungmann Franz Paus war in den Endkämpfen um die Nordgruppen-Einzelmeisterschaft der Junioren zweimal an Berkling (Weeze) gescheitert. Diesmal gelang es ihm, den Spieß umzudrehen und den amtierenden Jugendmeister der Nordgruppe (Kleve-Geldern) einwandfrei zu besiegen. Das wird ihm den nötigen Auftrieb für die bevorstehenden Kämpfe um die Bezirkseinzelmeisterschaft geben, an denen er zusammen mit Berkling teilnehmen wird. Außer Paus waren noch Cloosters, Hopman, Uttendarf und Lamers für Kranenburg erfolgreich.         -emei-