Rheinische Post 02.11.1964

Briten wehrten sich tapfer
Briten wehrten sich tapfer

 

Kranenburger Schachklub III - Chessclub Laarbruch I  5:3

 

KRANENBURG. Zum ersten Meisterschaftskampf der B-Klasse trafen sich in der Gaststätte „Frasselter Weg" die Drittvertretung des Kranenburger Schachklubs und die erstmals am Turnierbetrieb der Nordgruppe teilnehmenden Laarbrucher Flieger. Die von Flight-Lieutnant Wright geleitete britische Schachmannschaft erwies sich als ein ernstzunehmender Gegner, mit dem im weiteren Turnierverlauf noch stark zu rechnen sein wird.

An den beiden Spitzenbrettern gewannen die Engländer Wright und Khan ihre Partien nach überlegenem Spiel, und auch sonst sah es anfangs keineswegs nach einem Gesamtsieg der Gastgeber aus. Aber mit zunehmender Kampfdauer zahlte sich schließlich doch die Routine aus, die sich die Kranenburger in unzähligen Turnierkämpfen erworben haben. So manche - bereits verloren geglaubte - Partie wurde im Endspiel noch aus dem Feuer gerissen, und am Ende hieß es 5:3 für die Hausherren.

Uttendosf II (gegen Wilson), Berlage (gegen Reed), Hendricks II (gegen Griffiar), Uttendorf I (gegen Brett) und Hopman III (gegen, Baker) sorgten für das entscheidende Punkteübergewicht, während bei den Engländern außer den beiden Spitzenspielern nur noch Jay seinem deutschen Partner (van Baal) das Nachsehen geben konnte.

Die Briten waren - wie könnte es anders sein? - faire Verlierer. Sie gaben deutlich zu erkennen, daß es ihnen in erster Linie auf guten Kontakt zu ihren deutschen Schachfreunden ankommt. Daß sie darüber hinaus ein wertvoller Prüfstein für alle Mannschaften der A- und B-Klasse sein werden, haben sie bei ihrem Turnierdebut mit aller Deutlichkeit demonstriert. Die Grenzstädter waren sichtlich froh, gerade noch mit heiler Haut davongekommen zu sein.

 

Kevelaer III - Kranenburg II 4:4

 

Nicht weniger als sechsmal werden sich im laufenden Turnierjahr Kevelaerer und Kranenburger Schachmannschaften im Kampf um Meisterschaftspunkte gegenübersitzen. Beide Vereine verfügen über je drei (!) Seniorenmannschaften und kennen - im Gegensatz zu so manchem ihrer Konkurrenten - keine Besetzungsschwierigkeiten, zumal aus den Schüler- und Jugendmannschaften ständig neue talentierte Spieler nachdrängen.

Diesmal war in der Marienstadt Klassenneuling Kranenburg II bei der Kevelaerer Drittvertretung zu Gast. Nach dem Ausscheiden der in die Bezirksklasse aufgestiegenen ersten Mannschaften von Weeze gibt es in der A-Klasse keinen ausgesprochenen Favoriten. Gerade deshalb wird es in dieser Gruppe besonders interessant zugehen, und Veränderungen des Tabellenbildes dürfen die Regel sein.

Weder den Gastgebern noch den Grenzstädtern gelang der erhoffte „gute Start". Zwar konnten Wieting, Flintrop und Knüfermann an den ersten drei Brettern zweieinhalb Zähler für Kevelaer herausholen; aber an den Tischen mit den Nummern 4, 5 und 6 waren die Kranenburger Meirich, Schürmann und Hansen erfolgreich. Maas (Kevelaer) siegte am 7. Brett. Die Partien Wieting (Kevelaer) - Hendricks (Kranenburg) und Tebartz (Kevelaer) - Cloosters Il (Kranenburg) endeten remis.

4:4 also und - alles in allem, gesehen - ein gerechtes Resultat.             -emei