NRZ 14.02.2005

Alles andere als „Schach matt"

Alles andere als „Schach matt"

TURNIER / Hervorragende Ergebnisse konnten am Samstag zahlreiche Teilnehmer beim 8. Uede­mer Schulschach erzielen. Schon die Erstklässler auffallend talentiert.

 

KATRIN REINDERS

 

UEDEM. Die letzte Runde wird eingeläutet. Alle Schüler laufen eilig zu den Plätzen. Die Riegenführer ermahnen ihre Schützlinge: „Ruhe bitte!" Ein fester Händedruck und los geht's. Es ist Samstag, später Nachmittag. Im Uedemer Bür­gerhaus herrscht höchste Kon­zentration: Das achte Schul­schachturnier neigt sich dem Ende zu, es ist spannend. Wäh­rend 92 Jungen, und Mädchen aus fünf Altersklassen Zug um Zug in sieben Runden kämp­fen, leuchten auf dem Neben­tisch die Pokale des Uedemer Schachclubs. Wer die wohl be­kommen wird?

Frederik Scholten aus Nüt­terden ist mit sieben Jahren ei­ner der jüngsten Teilnehmer. Die letzte Runde spielt er gegen seine Cousine Jennifer. Beide sind noch ganz locker. Richtig ernst geht's einige Tische wei­ter bei den U20ern zu. Fast wie bei den Profis.

„Schach matt!", ruft Frede­rik. Gewonnen. So jung und schon so fit im Schach. Wie ist das möglich? Es scheint in den Familien zu liegen. Frederik übt nun schon seit über einem halben Jahr mit seinem Opa. Auch der neunjährige Maik Gerrits hat's beim Onkel abgeguckt: „Ich fand das Spiel so toll, da wollte ich es plötzlich auch ausprobieren", erklärt er lächelnd. Ehrgeizig und alles andere als „Schach matt" sind sie gewesen, die Teilnehmer.  Turnierleiter Christian Hochgreef ist sichtlich stolz auf die hervorragenden Leistungen der jungen Schachspieler. Fre­derik ist auch stolz: Platz zehn für den kleinen Brettspieler.


Hoch konzentriert sind auch schon die Jüngsten bei den Schachspielern. (Foto: Heinz Holzbach)  Früh übt sich. wer ein Denkstratege werden möchte. Erst sieben Jahre jung, aber Junior kann es mit seinem Großvater schon am Schachbrett aufnehmen. Im Bürgerhaus in Uedem gab der 70-Jährige seinem Junior noch einmal den letzten Schliff, um ihn auf das große Kreis Kleve Schulschachturnier vorzubereiten. NN-Foto Rüdiger Dehnen   Der Favorit setzte
sich wieder durch

Schach-Turnier : Klare Sache für Gesamtschule.
Erfolgscoach Norbert Spicks brachte damit den Wanderpokal endgültig in den Besitz der Gesamtschule. 

Alles andere als „Schach matt"

 

 

Ergebnisse:

92 Schülerinnen und Schü­ler zeigten am Samstag beim achten Uedemer Schulschachturnier ihr Kön­nen. Die Teilnehmer kämpf­ten in fünf Altersklassen um den Sieg. Nach sieben Runden stand das Ender­gebnis fest:

U10: 1. Tom Mölders, 2. Oliver Siccha, 3. Maik Mol­derings, 4. Nils Jonalik, 5. Maik Gerrits.

U12: 1. Patrick Vels, 2. Jo­nas Manten, 3. Marcel Hart­jes, 4. Fabian Fleskes, 5. Markus Boehling.

U14: 1. Benjamin Hesse­ling, 2. Niko Siccha, 3. Den­nis Aengenheister, 4. Ralf Marquard, 5. Helge Roeh­rig.

U16: 1. Carina Drewes, 2. Arik Tuechthuisen, 3. Christoph Perau, 4. Daniel Ortwein, 5. Anna Kerkhof.

U20: 1.Sascha Schording, 2. Richard Verbeet, 3. Jo­hannes Achten, 4. Hannes Selders, 5. Lina Schmale.

 

Wanderpokal:

Der Uedemer Schachwan­derpokal ging in diesem Jahr zum dritten Mal in Fol­ge an die Gesamtschule Mittelkreis Goch. Auf dem zweiten Platz landete das Gymnasium Emmerich. Die Bronzemedaille erhielt das Gocher Gymnasium. (KR)