26.03.2005

Das 2

Das 2. Sportforum Rhein-Waal fand in der Wasserburg Rindern statt

 

Zertifikat für Sportprojekt

über die Grenzen hinweg

 

KREIS KLEVE. Ein Blick zurück, mehr noch ein Blick voraus stand im Mittelpunkt des zweiten Sportforums Rhein-Waal anlässlich der Bilanzierung des Projektes zum „Europäischen Jahr der Erziehung durch Sport 2004 (EJES)" in der Euregio Rhein-Waal. Die Euregio und die Europäische Akade­mie des Sports (eads) Velen fassten in der Wasserburg in Rindern als Mitveranstalter von 16 grenzüberschreiten­den Treffen von Sportlern, Trainern und Lehrern die Aktion „als überaus gelun­gen und erfolgreich" zusam­men, wie eads-Leiter Rein­hardt te Uhle betonte.

„Das Projekt war ein Anfang für eine systematische und kontinuierliche Weiterent­wicklung des grenzüber­schreitenden Sports", erklärt te Uhle. „Das EJES war keine Eintagsfliege, sondern wird die Sportbeziehungen beider Länder weiter beflügeln. Eine feste Arbeitsgruppe Sport wird dazu weitere Impulse ge­ben." Verbesserungswürdig sei allein der Austausch Ju­gendlicher und von Schulen. Hier gebe es Nachholbedarf. Im Projektzeitraum habe eine Vielzahl von Organisationen aus Sport, Schule und Kom­munen mitgewirkt. „Sport-­verbindet-Aktionen" gab nach Mitteilung der eads Ve­len und Euregio von gestern in Kleve, Kevelaer, Scherm­beck, Xanten, Rees, Kerken, Wijchen, Sint Anthonis und Zevenaar. Beim Abschlussfo­rum machten sich etwa 60 Vertreter von Schulen, Verei­nen, Verbänden und Kom­munen ein Bild der Aktivitä­ten. Professor Dr. Roland Naul vom Willibald-Geb­hardt-Institut Essen gab ei­nen Überblick über die Ent­wicklung zum grenzüber­schreitenden Sport und plä­dierte für die Einrichtung von Sportservicestellen. Petra Wosnitzka von der World Ga­rnes GmbH stellte die Spiele 2005 vor, die vom 14. bis 24. Juli in Duisburg und weiteren Ruhrgebietsstädten statt­finden.

Svenja Knecht von der Eure­gio Rhein-Waal stellte aus­führlich die neue Internett­auschbörse vor: Hier können Vereine, Schulen oder Sport­organisationen über den Computer Mannschaften oder Sportler ausfindig ma­chen, mit denen sie Freund­schaftswettkämpfe vereinba­ren möchten. Die Teilnehmer des zweiten Sportforums konnten sich in vier Works­hops über Schulsport, kom­munale Sportentwicklung, Gestaltung von Großveran­staltungen und Finanzie­rungsmöglichkeiten informie­ren.

Erstmals wurden herausra­gende grenzüberschreitende Sportprojekte mit einem Zer­tifikat geehrt und darüber hinaus sieben Vereine und Organisationen mit 550 Euro in Form von Warengutschei­nen von Sponsor Sport-Thie­me ausgezeichnet: die Katho­lische Liebfrauengrundschu­le Emmerich / Euregio-Sport­fest Leichtathletik mit vier weiteren  niederländischen Partnerschulen, Springer Kranenburg/Schachwett­kämpfe; Bezirksregierung Düsseldorf/Schulsportfest Xanten; Stadtsportbund Duisburg/ internationale Boxturniere; DLRG-Orts­gruppe Alpen/Wettkämpfe mit der Rettungsbrigarde Weert, NL; Leichtathletik Nütterden/Runtime Euregio, Volks- und Straßenlauf; Ge­handicapten de Liemers Di­dam/Stichting Spel-Sportinstuif, Sportabend mit der Le­benshilfe Emmerich-Rees. Durch weitere Sportprojekte würden die Kontakte zwi­schen Deutschland und Holland weiter belebt, hieß es beim zweiten Sportforum in der Wasserburg Rindern. So seien internationales Jugend­treffen in Venray, Treffen der Verbände Leichtathletik und Fußball, Kontakt über Inter­netbörsen, Bildung von Ar­beitsgruppen im Sport, Fort­bildungen für Lehrkräfte und Trainer (olympische Erzie­hung)geplant. Aber auch bei weiteren Sportbegegnungen, wie zur Fußball-Weltmeister­schaft U20 in Holland (Spie­lorte sind auch die grenzna­hen Städten Enschede und Doetinchem) fließen in die Überlegungen ein.

 

 

 

Text zum Bild:

 

Die Vorträge auf dem 2. Sportforum Rhein-Waal in der Wasserburg Rindern stießen durchweg auf offene Ohren.           NN-Foto: Rüdiger Dehnen