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09/03

SPRINGER POST

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heimischem Terrain, und so dürfte auch diese Aufgabe keinen ernsthaft in Verlegenheit gebracht haben. Entscheidend war nur, dass Ihr (Euch) auf das richtige Pferd gesetzt habt, denn dem Stallgefährten auf bl geht nach überaus rasantem Start erstaunlicherweise recht bald die Puste aus. Werfen  wir  sicherheitshalber  aber  noch  einen  Blick  auf  die Lösung: 1. Sg1-h3!!  (nur  dieser  kleine  Umweg  führt  hier  zum   Ziel),   d7-d5 2. Sh3-f4 (jetzt läuft alles wie geschmiert), Dd8-d6! (die bringt sich beizeiten  in  Stellung)  3. Sf4:d5,  Dd6-f4  (das  haut  gerade  noch  hin) 4. Sd5:Df4, Lc8-h3 (selbst der kommt noch zur rechten Zeit) 5. Sf4:h3, e7-e6! (eine letzte Feinheit) 6. Sh3-g1 (wieder daheim in der Box) e6-e5. - Na also, das wäre geschafft!
Die
verflixte Sieben hatte es hingegen faustdick hinter den Ohren. Der freundlicherweise bereits bei der Aufgabenstellung mit angeführte Lösungsvorschlag erwies sich natürlich - wie nicht anders zu erwarten - als Rohrkrepierer, denn die abschließende lange Rochade ist ja nicht mehr zulässig, wenn der schwarze Turm auf a8 im Laufe der Partie bereits gezogen hat. Genau dieses ist jedoch im fünften und sechsten Zuge des Nachziehenden geschehen, als Bruder Leichtfuss die Paraden 5...., Ta8:Dc8 und 6...., Tc8-a8 für notwendig erachtete.
Dummerweise galt diese Regel auch schon im neunzehnten Jahrhundert, und so können wir diese an sich recht witzige Möglichkeit leider nicht als Erklärungsversuch durchgehen lassen. Bei der Suche nach einer adäquaten Verbesserung brauchen wir uns aber nicht allzu weit vom aufgeführten Fehlversuch entfernen, denn zumindest die
halbe Wahrheit wurde uns hier schon präsentiert. Die ersten vier Züge können demnach vorbehaltlos übernommen werden, der Rest ist Sache der Technik.
Vorsichtshalber wollen wir den Partiebeginn noch einmal rekapitulieren, denn es soll ja umweltbewusste Leser geben, die Ihre letzte Springerpost-Ausgabe bereits dem Altpapier-Recycling zugeführt und damit zugleich einen wertvollen Beitrag zur Förderung des Scheffenthumer Schützenvereins geleistet haben:
1. e2-e4, d7-d5 2. e4:d5, Sb8-c6 3. d5:Sc6, Dd8-d4 4. c6:b7, Dd4:b2. Das kennen wir bereits, doch jetzt greifen wir wieder einmal ganz tief in unsere Trickkiste und verhelfen  so  einer  überaus  verblüffenden  Fortsetzung  ans Tageslicht: 5. b7:Lc8L!!, Db2-b5! 6. Lc8-a6, Db5:Lf1+!! 7. La6:Df1, 0-0-0! Damit hätten wir den ultimativen Beweis erbracht, dass auch hier alles mit rechten Dingen zugegangen ist, und sich die Oldies nicht wohlgefällig