Straelen II

Springer IV spielt Remis

Springer IV spielt Remis!

 

So hätte es lauten können, wenn unsere gastgebende Mannschaft aus Straelen nicht unfairer Weise mit zwei Spielern mehr angetreten wäre. Also 3 Punkte aus 6 Partien gegen einen Gegner, der uns in der letzten Saison nur ein laues Remis zuließ, ist wirklich als ein großer Erfolg anzusehen.

Aber wie kam es nun dazu – Zunächst einmal mussten wir leider auf unsere Schachkoryphäen an Brett 2 und 3 verzichten. Beide mussten aus beruflichen Gründen absagen. Christian wollte einen Ball besuchen, Patrick konnte wegen anderer Familienpläne nicht so schnell einspringen und Marvin war nicht zu erreichen. Also trat die große Hoffnung des Kranenburger Schachvereins mit viel Optimis- und Enthusiasmus die lange Fahrt nach Straelen an. - Hier müssen wir uns noch mal ganz besonders bei Heidi bedanken, die kurzfristig als Fahrerin einsprang. - In der Grundschule in Auwel-Holt sollte das Schachspektakel stattfinden. Die Schule war schnell gefunden und die ungleiche Begegnung, sechs gegen acht, konnte stattfinden. Sind die ersten Partien normalerweise in 15 bis 30 Minuten beendet, spielte man diesmal verbissener. Es stand ja direkt zu Anfang null zu zwei. Erst nach einer Stunde kam es zu den ersten Resultaten. Heidi hatte sich inzwischen nach einem längeren Spaziergang ein dickes Buch zu Gemüte gezogen, als es am letzten Brett drunter und drüber ging, wobei Max, unser Topersatzspieler, leider das Nachsehen hatte. Aber selbst jetzt, bei null zu drei, ließen sich keine Schwächen in der Kampfmoral erkennen. Julius brach dann endlich den Bann und verstrickte sein Opfer in ein nicht mehr zu konterndes Mattnetz. Hurra, endlich war die Null weg. Jetzt konnte es nur noch besser werden. Das sagte sich auch Phillipp und spielte seine Partie ohne Kompromisse und wenn und aber. Nach heftigem Abtauschen und anschließendem Abzählen der verbleibenden Figuren blieb hier leider ein kleines Soll übrig. So konnte unser bärenstarkes 6. Brett auch unter größtem Einfühlungsvermögen das Endspiel nicht mehr herumreißen und musste schweren Herzens seinem Gegner den Punkt lassen. Aber noch war alles drin, denn an den letzten drei Brettern sah es ganz gut aus. Am ersten Brett war es nach 14 Zügen schnell und eindeutig zu Ende, was Fritz aber bei der häuslichen Analyse im letzten Zug etwas anders sah. Dieser stark aussehende Zug überzeugte den Gegner sofort, die Partie aufgeben zu müssen, wobei der Schachcomputer nach diesem Zug aber nur noch ein Remis sah. Man muss eben immer ein ernstes Gesicht machen. An Brett vier zeigte Mikula, dass es bei einem Endspiel mit verschiedenfarbigen Läufern nicht auf die Bauernanzahl ankommt. Mit zwei Bauern weniger ließ er das Spiel in ein totes Remis laufen und holte sich endlich den ersehnten halben Punkt, der eine Reihe von vielen, vielen (habe ich ein vielen vergessen?) Nullen ablöste. Bravo Mikula, jetzt können ja auch die vollen Punkte kommen. Ein Brett darunter sah man die Partie unseres Newcomers Christoffer. Zu jedem Zeitpunkt hatte er das Brett unter Kontrolle. Durch ein kräftiges Druckspiel verhinderte er eine gute Entwicklung beim Gegner. Aber leider fehlte der Paukenschlag, mit dem man die Partie an sich reißen konnte. So wurde aus einer gut angelegten Eröffnung mit prächtigem Mittelspiel leider nur ein halber Punkt. Und damit war der Endstand nach zweieinhalb Stunden 3 : 5. Vier von sechs Partien wurden nicht verloren. Für die Zukunft sehe ich schwarz für unsere Gegner. Denn was passiert denn erst, wenn die vierte Mannschaft mit 8 Spielern antritt?

 

 

Zu guter Letzt noch die Endstellung der Masterpartie von Phillipp im Spiel gegen Kleve IV. Schwarz zieht seinen schwach stehenden Turm g7 nach e7. Wie ging es wohl weiter?

 

 

W:       Ke1, Dd5, Ta1, Tg4, Le3, Ba3, b2, c3, d3, f2, g2, h5

S:         Ke8, Dd7, Td8, Tg7, Ld6, Ba5, b7, c5, e5, f6, g5, h6