Uedem 2005

Spielbericht: Uedem II - Springer Kranenburg I

Spielbericht: Uedem II - Springer Kranenburg I

 

Als krasser Außenseiter waren wir zum Spiel nach Uedem angereist. Das heißt, eigentlich ging die Reise nach Uedemerbruch. Wo liegt Uedemerbruch noch mal? Kurze Irritation, aber für Kranenburger Verhältnisse recht pünktlich waren wir schließlich am Ort des Geschehens. Uedem war bis zu diesem Zeitpunkt ohne Verlustpunkte und gegen uns wollte man sicherlich die Aufstiegsambitionen durch einen weiteren Sieg unterstreichen.

 

Zum Spielverlauf:

 

Leider mussten wir wieder ohne Herbert Cloosters, der aus gesundheitlichen Gründen fehlte, am ersten Brett auskommen. Wie beim letzten Vergleichskampf ließen wir aus taktischen Überlegungen das erste Brett frei. Somit gingen wir mit einem 1-0 Rückstand ins Match.

 

Die Außenseiterrolle schien uns zu Anfang des Matches durchaus zu gefallen. Insgesamt sah es an den meisten Brettern recht gut für uns aus. Wie gewohnt konnte Hermann-Josef Wenten sich schnell einen Vorteil erarbeiten, denn er auch bis zum Schluss nicht mehr aus der Hand geben sollte.

 

Dann allerdings ging es bergab mit uns. Willi Gochermann, der bis dahin gewisse Stellungsvorteile besaß, verlor seine Partie unglücklich. Jürgen Jansen setzte seine rabenschwarze Saison leider fort und musste in aussichtloser Stellung und nach einem Zeitnotfehler aufgeben. Auch Wolfgang Osterkamp, der bis zu diesem Spiel eine sehr gute Saison gespielt hat, verlor seine Partie nach einer Ungenauigkeit.

 

Bei Theo Hünnekes nahm die Partie teilweise dramatische Züge an. Nach einem eher schwachen Beginn konnte Theo seine Stellung im Laufe des Spiels stetig verbessern. Dies kostete ihm allerdings so viel Zeit, dass der Gegner zum Schluss durch Dauerschach seine Partie retten konnte. Somit stand am Ende lediglich ein Remis zu Buche. Dies war leider zu wenig für uns, zumal Sebastian Hünnekes, der durch einen Sieg im letzten Spiel viel Selbstvertrauen getankt hatte, seinem Gegner durch einen Fehler im Endspiel doch noch den Sieg ermöglichte.

 

Am zweiten Brett entwickelt sich Richard Verbeet immer mehr zu einem zuverlässigen Punktelieferant. Durch eine geschickte Endspielführung konnte er allerdings lediglich noch einen weiteren Ehrenpunkt für unsere Mannschaft zum Schluss holen.

 

Dem Ergebnis nach war der Mannschaftskampf mit 2,5 - 5,5 eine deutliche Klatsche; vom Spielverlauf her war jedoch durchaus die Chance auf zumindest ein Unentschieden vorhanden. Daher konnten wir auch mit erhobenen Hauptes das Spiellokal in Uedemerbruch verlassen und hoffnungsvoll in die nächsten wichtigen Begegnungen gehen, um dort die nötigen Punkte für den Klassenerhalt zu sammeln.