3. Runde der Bezirksliga Linker Niederrhein, Saison
2004/2005
Kempen I – Kranenburg I, gespielt am 07. November 04
Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben
Mit durchaus optimistischen Gefühlen traten die Spieler der
ersten Mannschaft des ‚SV Springer’ Kranenburg die Reise nach Kempen an. Hatte
man in den letzten Jahren gegen diese Mannschaft – wenn auch meist nach hartem
Kampf – immer knapp die Oberhand behalten.
Schwer sollte es auch in diesem Jahr werden. Das deutete
sich in der Anfangsphase des Kampfes bereits an. Dennoch entwickelte sich der
Kampfverlauf durchaus positiv für die Erstvertretung des ‚SV Springer’. Jürgen
Jansen an Brett 5 musste sich (erneut) mit der ihm von seinem Gegner
vorgesetzten Caro-Cann-Verteidigung auseinandersetzen. Die beiderseitigen
Bemühungen, einen Vorteil zu erzielen, führten nicht zum Erfolg. Logische
Folge: Remis. Hermann-Josef Wenten konnte (mit Schwarz) seinem Gegner im
Mittelspiel einen Bauern abnehmen. Diesen Vorteil ließ er sich nicht mehr
nehmen. Konsequent wickelte er den einmal errungenen Vorteil zu einem
gewonnenen Endspiel ab. Zu Theo Hünnekes’ Partie: Zunächst völlig offen. Einige
Ungenauigkeiten seines Gegners baute Theo langsam, aber sicher, zum Gewinn
seiner Partie aus. Willi Gochermann dieses Mal ganz ungewohnt (müssen wir uns
daran für die Zukunft etwa gewöhnen!?) „positionell“. Er trennte sich von
seinem Gegner letztlich schiedlich-friedlich mit Remis.
Zwischenstand damit: 3:1 für uns.
Damit war der Kampf aber lange noch nicht entschieden. Die
letzten vier Partien sollten es nämlich noch „in sich haben“. Wolfgang
Osterkamp an Brett 3 hatte in der Eröffnung sich leichte Vorteile erarbeitet.
Doch durch einen unnötigen „Patzer“ geriet er in eine schwierige Stellung. Sein
Gegner nutzte diesen Umstand konsequent, so dass Wolfgangs Partie trotz zäher
Gegenwehr schließlich nicht mehr zu halten war. Richard (Brett 2) konnte seine
Partie lange im Gleichgewicht halten. Es entwickelte sich ein Spiel mit jeweils
zwei Türmen und sechs Bauern. Der Druck des Kempeners Spielers wurde jedoch
schließlich so groß, dass Richard am Ende kapitulieren musste.
Zwischenstand damit: 3:3.
Nun hing alles vom Ausgang der noch nicht beendeten Partien
an den Brettern 6 (Sebastian Hünnekes) und 1 (Herbert Cloosters) ab. Sebastian
hatte lange Zeit Probleme in seiner Partie, konnte diese jedoch lösen. Und
willigte – in der Annahme, Kranenburgs Nr. 1 werde seine Partie zu einem Sieg
führen – in das angebotene Remis ein. Somit hing die Entscheidung bzgl. des
Ausganges des Mannschaftskampfes von der Partie am ersten Brett ab.
Der Autor dieser Zeilen hatte seinen Gegner in einer Partie
mit ‚Holländischer Verteidigung’ strategisch bereits völlig überspielt, besaß
im 33. Zug bereits zwei Mehrbauern. Um dann – völlig unnötig – ein nicht ganz
leichtes Endspiel anzusteuern. Dieses entwickelte sich dann (leider) so, dass der
Kempener Spieler gefährliche Gegenchancen erhielt. Dennoch sah es so aus, als
könne die Kranenburger Nr. 1 die Partie zum Sieg führen. Der Kempener Gegner
fand jedoch immer wieder die (gerade noch das Remis) rettende Riposte, so dass
die Partie nach 5 Stunden, 49 Minuten sowie 62 Zügen letztlich Remis endete.
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Kempen I
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-
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Kranenburg I
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4 : 4
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1)
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Swemers
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1)
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Cloosters
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½ : ½
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2)
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Theis
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2)
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Verbeet
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1 : 0
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3)
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Barz
|
3)
|
Osterkamp
|
1 : 0
|
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4)
|
Steingrobe
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4)
|
Hünnekes
Th.
|
0 : 1
|
|
5)
|
Kasper
|
5)
|
Jansen
|
½ : ½
|
|
6)
|
Roosen
|
6)
|
Hünnekes
S.
|
½ : ½
|
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7)
|
Matzke
|
7)
|
Gochermann
|
½ : ½
|
|
8)
|
Ruland
|
8)
|
Wenten
|
0 : 1
|
Last but
not least: Der Autor dieser Zeilen nimmt das „Nur-Unentschieden“ des
Mannschaftskampfes auf „seine Kappe“. Vielleicht ergibt sich ja bald schon die
Gelegenheit „zur Besserung“.
Herbert
Cloosters