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Erkelenz I - Kranenburg I am 13.10.2007



Rang

Spieler

DWZ

Rang

Spieler

DWZ

Ergebnis

1

Wigger, Jochen

2251

-

1

Osterkamp, Wolfgang

1812

0,5 : 0,5

2

Resazade, Amir

2251

-

2

Cloosters, Herbert

1889

1 : 0

3

Kienitz, Andre

2064

-

3

Hünnekes, Theo

1958

0 : 1

4

Czybik, Nils

2020

-

5

Biermann, Stefan

1638

1 : 0

2,5 : 1,5

Spielbericht



In der ersten Runde des Viererpokals mussten wir die weite Reise (ca. 120 km Fahrt) nach Erkelenz antreten. Und gegen deren erste Garnitur spielen, die in der Regionalliga und damit drei Klassen höher als wir spielt. Erkelenz war mit den gemeldeten ersten vier Brettern angetreten. Also mit dem Besten, was sie zu bieten haben. Alle vier Erkelenzer Spieler weisen DWZ-Zahlen von über 2 000 DWZ auf!!

 

Wer allerdings erwartet hatte, der Kampf werde ein leichter Aufgalopp für Erkelenz, hatte sich getäuscht. Es entwickelte sich ein hochklassiger und dramatischer Kampf, den wir denkbar knapp und etwas unglücklich mit 1,5 : 2,5 verloren.

 

Wolfgang Osterkamp konnte als Anziehender in seiner Spezial-Eröffnung (Bird-Eröffnung) die Partie ausgeglichen gestalten. Er gab sich im weiteren Verlauf keine Blöße und konnte seinem Gegner ein verdientes Remis abtrotzen. Stefan Biermann stand lange Zeit ausgeglichen. Leistete sich dann jedoch eine Nachlässigkeit, die ihn Material und letztlich die Partie kosteten. Theo Hünnekes gelang eine sehr schöne Partie, in der sein Gegner die Möglichkeiten der Stellung überzog. Somit stand es 1,5 : 1,5. Meine Partie musste nun die Entscheidung bringen. Bei 2 : 2 hätten wir den Kampf nach Berliner Wertung für uns entschieden.

 

Ich hatte es mit der aktuellen Nr. 1 der Rangliste des Schachbezirkes Linker Niederrhein zu tun, einem 22-jährigen Iraner. Der über eine DWZ von 2 251 und eine Blitz-DWZ von 2 341 verfügt!! In unserer spannenden Begegnung ergab sich im Mittelspiel die Konstellation, dass ich Springer und Läufer gegen Turm und Bauern erhielt. Mein Gegner verfügte allerdings noch über beide Türme, die er vorbildlich einzusetzen wusste. Beim Übergang vom Mittel- zum Endspiel büßte ich dann leider einen Bauern ein. Was die Waagschale langsam zu Gunsten meines jungen Gegners ausschlagen ließ. Nach 78 Zügen und einer Spielzeit von 5 Stunden und 30 Minuten gab ich die Partie schließlich auf.

 

Damit hatten wir die Sensation knapp verpasst, Erkelenz jedoch einen erbitterten Fight geliefert.