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Podschun - Biermann vom 12.11.2006

Kranenburg I - St. Tönis II



Eure Meinung zur Stellung ist erwünscht und wird veröffentlicht!

Bitte E-Mail an theo.huennekes@online.de

 

 

Herbert

 

Ich habe mir die Stellung mal etwas intensiver zu Gemüte geführt.

Selbige ist sicherlich eine ausführliche Analyse wert. Vor Augen führen muss man sich jedoch die Ausgangslage: Weiß benötigt vor dem Hintergrund des Standes des Mannschaftskampfes einen Sieg, Schwarz reicht Remis.

 

Deshalb muss vom logischen Ansatz her Schwarz bestrebt sein, einen der beiden Freibauern des Weißen zu beseitigen. Nach Eroberung desselben ist die Partie dann für Weiß einfach nicht mehr zu gewinnen.

 

Deshalb:

1. ... Tf6+ 2.Kc5 Td6 (Getreu dem schon unseren Altvorderen bekannten Grundsatz: Türme gehören hinter die gegnerischen Bauern!!)

A) 3.Txh2
B) 3.Th8
C) 3.Th7.

A) 3.Txh2 Txd7 4.Lh3+ Kg3 usw.
B) 3.Th8 Txd7(!) 4.Lh3+ Kg3 5.Lxd7 f1D usw.
   oder 3.Th8 Txd7 4.Txb8 Txb7 5.Txb7 Hier anschließend die Anmerkungen zu
den "Störenfrieden" einfügen! 5. ... f1D 6.Tg7+
   Kh5 7.Lxf1 Kh6 8.Tg3 h1D 9.Th3+ Dxh3 10.Lxh3 Remis

Zur aufgezeigten Variante noch zwei Anmerkungen:
1) 8.Tg8 Kh7 verlängert die Variante lediglich um einen Zug.
2) Beim "Gewinnversuch" 7.Th7+ Kg6 8.Txh2(?) Dg1+ verliert Weiß sogar!

C) 3.Th7 Txd7(!) 4.Txd7 f1D 5.Lxf1 h1D
   oder 3.Th7 Txd7 4.Lh3+ Kg3 usw.

3.Th8 - 3.Th7 h1D (wohl der einfachste Weg zum Remis) 4.Tg7+ Kh5 6.Th7+ Kg6 7.Txh1 Txd7 usw. - 3. ... Txd7(!) 4.Txb8 Txb7(!) Nun sind beide weißen "Störenfriede" beseitigt! 5.Txb7 f1D 6.Tg7+ Kh5 7.Lxf1 Kh6 8.Tg3 h1D 9.Th3+ Dxh3

10.Lxh3 Remis