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SV Springer holt Punkt bei WSB Krefeld



In der 2. Runde der Saison 2006 / 07 der Bezirksliga Linker Niederrhein mussten wir die Reise zu WSB Krefeld antreten, einer ausschließlich aus Russen bestehenden Mannschaft. Während wir in der ersten Runde gesiegt hatten, musste WSB eine überraschend hohe Niederlage (1,5:6,5) bei Willich-Schiefbahn einstecken. WSB stand somit gegen uns bereits ein wenig unter Druck.

 

Dieser vergrößerte sich noch dadurch, dass deren etatmäßiges erstes Brett fehlte und wir so zur (kampflosen) 1:0-Führung durch Wolfgang Osterkamp kamen. Theo Hünnekes hatte dieses Mal nicht seinen besten Tag erwischt. Nach zunächst ausgeglichenem Spielverlauf übersah er eine Gabel seines Gegners, die sich durch einen vorausgegangenen Abtausch ergab. Theo gab die nicht mehr zu haltende Partie auf. Willi Gochermann kam aus der Eröffnung mit einem Minusbauern heraus. Im nachfolgenden taktischen Geplänkel konnte er sich jedoch in Dauerschach und somit Remis retten. Erfreuliches gibt es von seinem Sohn Daniel zu berichten. Dieser versuchte als Nachziehender ein Figurenopfer, welches objektiv betrachtet inkorrekt war. Seinen Gegner jedoch so unter Druck setzte, dass dieser nicht immer die beste Verteidigung fand. Daniel konnte Dame und Türme so geschickt in sein Spiel einbeziehen, dass er für seinen Gegner nicht mehr ausreichend parierbare Drohungen schaffen konnte. Sieg also für Daniel! Wozu der Autor dieser Zeilen ihm herzlich gratulieren möchte. Daniel, Du wirst Deinen Weg in der Ersten schon machen!!

 

Damit lautete der Zwischenstand 2,5:1,5 für uns. Zu diesem Zeitpunkt sah es recht vielversprechend für uns aus. Jürgen Jansen befand sich zwar in einer Verluststellung, dafür sahen die drei anderen noch laufenden Partien für uns recht gut aus. Stefan Biermann hatte Möglichkeiten, seine Partie stärker zu spielen und den möglichen Gewinn anzusteuern. Er ließ diese Chancen leider ungenutzt. Dennoch reichte es zu einem ungefährdeten Remis. Stefan schließt in seiner zweiten Saison für die Erste nahtlos an seine konstant guten Leistungen der letzten Saison. Immerhin spielt er in dieser Saison zwei Bretter höher als noch im letzten Jahr. Die Entscheidung des Mannschaftskampfes hing nun vom Ausgang der Partien von Sebastian Hünnekes und Herbert Cloosters ab. Sebastian war als Anziehender aus der Eröffnung heraus mit leichtem Vorteil heraus gekommen. Diesen konnte er im Verlauf der Partie weiter ausbauen. Sein Sieg war letztlich nur noch eine Frage der Technik. Herbert hätte den Mannschaftserfolg perfekt machen können. In einer königsindischen Verteidigung hatte er sich umsichtig verteidigt und dem weißen Angriffsspiel am Damenflügel ein Gegenspiel am Königsflügel entgegengesetzt. Was eine ausgesprochen interessante Partie ergab. Alles deutete auf Remis hin (was zu unserem Sieg gereicht hätte), als Herbert ein einzügiger kapitaler „Bock“ unterlief. Zum wiederholten Mal hatte der Senior unseres Teams leider einen folgenschweren „Aussetzer“. Somit endete der Kampf in der Höhle des Löwen letztlich 4:4.

 

Zurück zur obigen Überschrift. Vor Beginn des Kampfes wären wir mit einem Punkt durchaus zufrieden gewesen. So wie der Kampf dann gelaufen ist, sei die Frage erlaubt, ob wir nicht zwei Punkte verschenkt haben?! Positiv anzumerken sind die Leistungen und Ergebnisse der „Youngster“ (Daniel, Sebastian, Stefan). Gewaltig gepatzt haben dieses Mal die Routiniers Theo und Herbert. Insbesondere Herbert machte mit seinem eklatanten Patzer im 34. Zug ein (entscheidendes) Gastgeber-Geschenk.

 

Die Ergebnisse im Einzelnen:

1) Osterkamp 1   2) Cloosters 0   3) Hünnekes Th. 0   4) Jansen 0   5) Hünnekes S. 1   6) Biermann ½   7) Gochermann W. ½   8) Gochermann D. 1

 

 

Herbert Cloosters